Was Vollformat bringt (am Beispiel Nikon FX – sponsored)

Wer sich zu “analogen Zeiten” eine Spiegelreflexkamera gekauft hat, für den war es eigentlich einfach: Da kommt ein Kleinbildfilm mit 35mm Breite rein.
Heute, bei den digitalen Varianten, kaufen wir den “Film”, also die Fläche, die belichtet wird, schon mit der Kamera. Und da ist es mit der Größe des Mediums nicht mehr ganz so einfach. Ursprünglich hauptsächlich aus Kostengründen haben sich da Sensoren verschiedener Größen eingefunden. Und dann gehen die Schwierigkeiten los. “Crop-Faktor”, Rauschverhalten, Dynamikumfang, Tiefenschärfe, Grenzauflösung – alles Faktoren, die auch mit der Sensorgröße zu tun haben und die bedacht und berücksichtigt werden wollen. Dabei gilt (mit einigen Ausnahmen in bestimmten Einsatzgebieten): Je größer, desto besser. Hier kommt “Vollformat” ins Spiel. Das ist so groß wie “damals” ein Negativ, also 24x36mm (daher auch der Spitzname). Ich bin vor ein paar Jahren in dieses Segment gewechselt und endlich muss ich nicht mehr die “Brennweitenwirkung” umrechnen. Oder anders: ein 50mm-Objektiv z.B. gibt mir auch wieder den Bildausschnitt, den ich aus analoger Zeit gewohnt bin – sonst musste ich den Bildausschnitt mit einem Faktor berechnen (er entsprach dann eher der Verwendung z.B. eines 75mm-Objektivs).
Erfreulich ist, dass das Angebot an Kameras mit dieser Chipgröße immer reichhaltiger wird. Bei Nikon nennt man das “FX” und listet aktuell auf der Website ganze 7(!) Kameras in dem Segment auf. Für die Masse an Kunden am interessantesten sind vermutlich die D610 und D800, die preislich etwa im Mittelfeld und oberen Mittelfeld liegen.

Nikon D610

Nikon D610

Nikon D800

Nikon D800

Beide bieten die Vorteile der “Vollformat”-Fotografie. Mein langjähriger Assistent Anton arbeitet mit der D600 (in den wesentlichen Punkten identisch mit der D610). Hier findet Ihr nochmal seinen ausführlichen Praxisbericht und meinen Ersteindruck.
Sein aktuellestes Shooting, bei dem ich ihn per virtuellem Coaching unterstützte, illustriert etwas diese Vorteile.
So ist das Rauschverhalten (Signal-/Rausch-Verhältnis) der heutigen Vollformat-Sensoren wirklich beeindruckend und erlaubt die Nutzung von Lichtsituationen, die früher einfach nicht für ein brauchbares Foto ausreichten. Oder ermöglicht es, bei schon wenig Licht geschossenen RAW-Aufnahmen noch ordentlich aufzuhellen, ohne inakzeptable Bildqualität zu bekommen. Die Einstellungen in folgendem Foto von Moony Mara entsprechen einer Aufnahme bei ca. ISO 6400.

©Anton Fust Assistenz: MiGel Model: Moony Mara

©Anton Fust
Assistenz: MiGel
Model & Styling: Moony Mara

Für Anton ist eines der wichtigsten Argumente für das FX-Format eines von Nikons Objektiven. Und das kann ich gut verstehen, denn ich habe ebenfalls schon begeistert an einer Vollformat-Nikon damit gearbeitet. Es geht um das AF-S NIKKOR 14–24 mm 1:2,8G ED**. Es sucht seinesgleichen in Bildqualität bei so extremem Bildwinkel und das noch mit einer offenen Blende von 2,8. Die Bildwirkung dieser Superweitwinkel-Brennweite ist, richtig eingesetzt, atemberaubend.

©Anton Fust Assistenz: MiGel Model: Moony Mara

©Anton Fust
Assistenz: MiGel
Model & Styling: Moony Mara
14mm, 1/15s, f2.8, ISO 50

Ebenfalls bildrelevant ist die erreichbare Tiefenschärfe bei gegebener Brennweite und Blende. Heißt: das “Vollformat” erlaubt in größerem und einfacheren Maße das Spiel mit der Schärfe. Anton hat auch dafür ein schönes Beispielbild:

©Anton Fust Assistenz: MiGel Model: Moony Mara

©Anton Fust
Assistenz: MiGel
Model & Styling: Moony Mara
38mm, 1/13s (stabilisiert), f2.8, ISO100

Mehr in der Fotopraxis als auf den fertigen Bildern fällt ihm und mir das große, helle Sucherbild mit ca. 100% Bildfeldabdeckung auf. Weniger technisch formuliert: Was im Sucher (schön groß und hell) zu sehen ist, kommt auch auf das fertige Bild. Nicht mehr und nicht weniger. Alle Nikon FX-Kameras bringen das mit.

Nikon hat ebenfalls ein paar Beispielbilder für Ihre neue “FX”-Website gemacht und dazu auch ein kleines Making-of-Video gedreht:

19_nikon_vollformat_under_water 18_nikon_vollformat_under_water

*Dies ist ein sponsored post. Das bedeutet, dass ich ein wenig Geld dafür bekomme, wenn ich einen Artikel über ein Produkt/eine Produktserie in einem bestimmten Zeitraum schreibe. Das hilft mir ein wenig, meine Arbeit und dieses Blog zu finanzieren.
Der genaue Inhalt des Posts ist nicht vorgegeben. Ihr dürft sicher sein, dass ich ihn nicht schreiben würde, wenn er nicht meiner Meinung und Einschätzung entspräche und aus meiner eigenen Feder käme!

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Über 

Professioneller Fashion- & Beauty-Fotograf mit und aus Leidenschaft.

Ebenfalls aus Herzblut: Dozent, Autor.

Wurde nicht mit einer Kamera geboren, sie ist inzwischen aber angewachsen.

Hat einen "(Blitz)Lichtfetisch". Umfangreiches Technik- & Fotowissen.
Kann trotzdem brauchbare Fotos machen.

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