Inspiration & Kreativität

Eine Sache, die (fast) jeder Fotograf braucht, ist Kreativität. Ganz besonders, wenn man im Fashion-Bereich arbeitet, wo umso schräger oft umso besser ist. Kreativ zu sein ist natürlich eine Gabe, […]

Eine Sache, die (fast) jeder Fotograf braucht, ist Kreativität. Ganz besonders, wenn man im Fashion-Bereich arbeitet, wo umso schräger oft umso besser ist.
Kreativ zu sein ist natürlich eine Gabe, aber man kann sie trainieren und daraufhin arbeiten. Und selbst wenn man sowieso der kreative Typ ist: Inspiration fällt einem nicht immer zu, besonders, wenn man sie dringend bräuchte.
Was kann man also tun, um Inspiration zu bekommen? Hier einige Tipps, die für mich schon funktioniert haben und die vielleicht auch Dir helfen:

Hinweis: Dieser Artikel darf & soll natürlich gern geteilt und verlinkt werden, aber bitte nicht kopiert oder auszugsweise wiedergegeben, ohne eine vorherige Rücksprache mit mir.

1.) Setz Dir eine Deadline.

Zeitdruck_Deadline

Ich arbeite meist besser unter etwas Druck. Deswegen hilft eine Deadline manchmal. Umso echter, umso besser. Man kann sich selbst ziemlich echte Deadlines schaffen, wenn man Termine mit dem Team ausmacht (Assistent, Make up Artist, Model oder so) um Ideen zu besprechen. Oder buche direkt einen Studiotermin. Das wird zwar nicht direkt Inspiration sein, aber es zwingt Dich, mit dem Nachdenken anzufangen.

OK, jetzt bist Du motiviert anzufangen! Aber WIE!?

2.) Benutze andere Medien.

Du bist nicht der einzige Künstler auf der Welt. Nicht jeder Künstler wählt die Fotografie, aber alle werden von Inspiration angetrieben. Du kannst Musik, Mode, Musikvideos, Filme und so weiter benutzen. Sie geben Dir oft eher diffuse Eindrücke oder Konzepte, die Du als Antrieb für Deine Fantasie benutzen kannst. Das gute daran von anderen Medien inspiriert zu werden ist, dass man weniger versucht ist einfach zu kopieren, was eine der größten Gefahren auf der Suche nach Inspiration ist. Diese Gefahr ist viel größer wenn Du das tust:

3.) Benutze dasselbe Medium.

Inspiration_selbesMedium

Das bedeutet sich andere Fotos (oder Gemälde) anzusehen. Das kann in einer Galerie sein, im Internet oder in Magazinen. sieh Dir auch Fotos an, die nicht aus dem Bereich kommen, in dem Du arbeiten willst (also z.B. eine Street-Aufnahme, obwohl Du Portraits machst). Aber kopiere nicht einfach! Lass Dich inspirieren!
(Tipp: Auch wenn das Internet voll von Bildern ist, finde ich es von den genannten oft die schlechteste Quelle – denn man wird zum einen von schierer Menge überwältigt und zum anderen bekommt man schnell das Gefühl, alle anderen seien besser, kreativer, erfolgreicher…)

Trotz allem, ich stelle fest, dass es auch mir schwer fällt, auf Kommando kreativ zu sein. Obwohl es für mich oft hilfreich ist unter dem Druck einer Deadline zu sein, kann man eine Idee insgesamt einfach nicht erzwingen. Deshalb klingt der folgende Tipp etwas schizophren (bedenkt man 1.), aber

4.) Versuch nicht, es zu erzwingen.

Versuch eher durch die Medien, die Du als Inspiration nutzt, zu „schwimmen“, versuch nicht so sehr etwas „zu finden“. Lass Dich und Deine Fantasie gleiten. Das inspirierende Material ist nicht das, was Du selbst benutzen wirst, es ist nur der Anfangspunkt für Deine eigenen Ideen!

Das klingt ein bißchen zu einfach. Aber wie kommt man von der Inspiration zu einer kreativen Idee, wenn es mal wirklich klemmt? Es gibt ein paar Tricks, die Du ausprobieren kannst.

5.) Nutze kleine Elemente als Inspiration.

Inspiration_kleineElemente

Nimm nur ein oder zwei Elemente aus Deinem Inspirationsmedium, niemals alle davon und versuch zu vermeiden, das zugrundeliegende Konzept davon zu nutzen (das wäre zu nah am „Kopieren“).

6.) Vermeide Klischees.

Klischees sind diese Bilder, die Du schon hundert Mal gesehen hast. Die braucht keiner nochmal. Wenn Du sie interessant findest und gern wüßtest, wie und ob Du das umsetzen kannst, teste es, aber veröffentliche die Ergebnisse nicht. Das braucht keiner.

7.) Erschaff keine Klischees!

Kreativität_Farben

Wenn Du ein Konzept toll findest, sei kein Arsch und stiehl es oder mach es zu einem Klischee indem Du es wiederkaust. Versuch es lieber aus einer ganz anderen Perspektive zu sehen (bitte nimm mich nicht einfach nur wörtlich), pack es vielleicht in ein ganz neues, anderes Setting. Oder Du könntest

8.) Ein Klischee umkehren.

Einer der einfachsten Wege etwas Neues zu machen ist, ein Klischee oder eine altbekannte Idee zu nehmen und einfach das Gegenteil zu machen.

Ähnlich zu dem, könntest Du auch einfach

9.) Etwas unerwartetes machen.

Inspiration_Unerwartetes

Überlege Dir, was ein Klischee wäre, was man also unter bestimmten Voraussetzungen erwartet – und dann tu etwas anderes. Ein Beispiel: Du kennst doch sicher Bilder im Rapsfeld. Mit einer Frau. Einer nackten. Siehst Du: Du hast einen bestimmten Typ Bild im Kopf. Jetzt versuch mal, unter diesen Voraussetzungen ein Bild zu machen, dass NICHT dem entspricht, was Du grade gedacht hast.

Wenn Du jetzt immer noch etwas Hilfe brauchst, dann

10.) Schau regelmäßig auf diesem Blog vorbei

und beteilige Dich aktiv (Beiträge teilen, Kommentare schreiben, auf Artikel verweisen…).
Denn: Ich plane, in Zukunft ungefähr ein Mal im Monat (nagelt mich nicht drauf fest!) einen kleinen Inspirationshappen zu veröffentlichen. Den darf jeder frei nutzen, ich möchte aber sehr darum bitten, Ergebnisse dann auch im Kommentar zu zeigen, um Euch gegenseitig zu inspirieren und mich zu motivieren, auch weiter dieses Blog und die Vorschläge zu pflegen! 🙂

Und…ja, ich muß mich mehr an meine eigenen Tipps halten. 😉

Hinweis: Dieser Artikel darf & soll natürlich gern geteilt und verlinkt werden, aber bitte nicht kopiert oder auszugsweise wiedergegeben, ohne eine vorherige Rücksprache mit mir.

Über 

Professioneller Fashion- & Beauty-Fotograf mit und aus Leidenschaft.

Ebenfalls aus Herzblut: Dozent, Autor.

Wurde nicht mit einer Kamera geboren, sie ist inzwischen aber angewachsen.

Hat einen "(Blitz)Lichtfetisch". Umfangreiches Technik- & Fotowissen.
Kann trotzdem brauchbare Fotos machen.

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